Wenn Sie gesetzlich versichert sind

Wenn Sie gesetzlich versichert sind

Für Sie kann die „Notfallregelung bei Unterversorgung (§13 Abs.3 SGB V)“ gelten. Dieser Paragraph besagt, dass bei unzumutbar langer Wartezeit Ihre Kasse die Behandlung bei einem nicht kassenzugelassenen Therapeuten erstatten kann. Dazu müssen Sie die Übernahme der Kosten über das „Kostenerstattungsverfahren“ bei ihrer Krankenkasse beantragen. Wir helfen Ihnen dabei selbstverständlich gern!

Notwendige Schritte:

1.  Anruf bei der Krankenkasse

Rufen Sie bei dem/der für Sie zuständigen Sachbearbeiter/in Ihrer Krankenkasse an und fragen, wie Sie am besten erfolgreich einen Antrag auf „außervertragliche Kostenerstattung für Psychotherapie“ stellen können. Fragen Sie ebenso, welche Unterlagen zur Antragsstellung erforderlich sind.

2. Erstgespräch in unserer Praxis

Ist Ihre Krankenkasse prinzipiell zur Kostenübernahme bereit, vereinbaren Sie ein Erstgespräch mit uns. Dieses Gespräch findet entweder nach der Genehmigung der Krankenkasse statt oder muss ihrerseits vorab übernommen werden. Im Erstgespräch geht es zum einen um die Beschwerden, die Sie dazu führen, eine Psychotherapie zu beantragen. Zum anderen können Rahmenbedingungen, offene Fragen Ihrerseits und Organisatorisches besprochen werden. Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit zu prüfen, ob Sie sich in unserer Praxis wohl fühlen und sich die Therapie bei uns vorstellen können.

3. fehlenden Therapieplatz nachweisen

Kontaktieren Sie mehrere – mindestens fünf, manche Kassen fordern 10 – Therapeuten mit Kassenzulassung. Notieren Sie sich Name, Datum, Uhrzeit und Ergebnis des Telefonats (z. B. Therapeut Mustermann, Mustermannstr. 1, Aachen, 1.1.2014, 13.45h, Wartezeit 8 Monate bis zur Therapieaufnahme). Bitte beachten Sie, dass mit einem Erstgesprächstermin nicht zwangsläufig auch ein zeitnaher Therapiebeginn verbunden ist. Manchmal führt ein Erstgespräch nur zur Aufnahme auf eine Warteliste.

4. Ärztliche Notwendigkeitsbescheinigung

Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Arzt (z.B. Hausarzt). Von den Krankenkassen wird der Nachweis gefordert, dass ein Arzt die Aufnahme einer zeitnahen (!) Psychotherapie befürwortet. Über die Erstellung der sogenannten „Dringlichkeitsbescheinigung“ bescheinigt der Arzt, dass unabhängig von der medizinischen Behandlung eine Psychotherapie indiziert ist.